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Willkommen in deinem neuen Zuhause!

Anfang Dezember verließ ich Budapest nun nach sechs Wochen und stieg in den nächsten Bus, welcher mich zu meinem nächsten Ziel bringen würde. Dieses Mal reiste ich nicht tagelang, sondern nur knapp drei Stunden. Das Hostel, das mich erwartete lag in Bratislava, in der Slowakei. Wie ich darauf komme, in die Slowakei zu fahren? Ich habe die Hostels, in denen ich bisher gearbeitet habe, immer über workaway.info gefunden und habe mir vor Weihnachten gedacht, dass ich einfach ein Hostel finden möchte, in dem ich auch ohne meine Familie ein akzeptables Weihnachtsfest verbringen könnnte. Als ich auf dieses Hostel stieß, dachte ich mir: Warum eigentlich nicht?

Ich kam abends am Busbahnhof in Bratislava an und musste von dort nur noch das Hostel finden. Meine Internetverbindung hat nicht funktioniert, weshalb ich mich einfach durchfragte. Nach kurzer Zeit fand ich das Hostel und werde herzlich von einer anderen Freiwilligen begrüsst. Im Gemeinschaftsraum traf ich auch all die anderen Freiwilligen und einige Gäste, die mir sehr sympathisch erschienen.

Wir saßen alle gemeinsam in der Küche zum Abendessen, was dort jeden Abend passieren würde, wie mir die anderen Freiwilligen erklärten. Schon jetzt fielen mir so einige Dinge auf, die mich sehr freuten, da ich sie in anderen Hostels vermisst habe und mir dieses damit als eine sehr gute Wahl erschien. Nach dem Abendessen gingen wir alle aus, denn wie jeden Abend würde ein Pub crawl stattfinden, den das Hostel organisierte. Ein Freiwilliger des Hostels würde den Pub crawl leiten und somit die Verantwortung tragen die Gäste von Bar zu Bar zu führen. Klingt erstmal gar nicht so spannend, doch es waren schon einige sehr witzige Nächte dabei. Die Gäste im Hostel wechseln fast täglich, was bedeutet, dass man eigentlich nie mit der gleichen Gruppe ausgeht und immer wieder auf ganz verschiedene Persönlichkeiten trifft.

Gäste habe ich jede Menge kennengelernt und aus aller Welt. Sowie auch die anderen Freiwilligen mit denen ich gearbeitet habe, nicht nur Slowaken waren. Im Großen und Ganzen habe ich mich mit allen Freiwilligen sehr gut verstanden, doch mit zwei Personen ganz besonders.

Fre und Thiago haben meine Zeit in Bratislava unbezahlbar gemacht. Thiago kam kurz vor Weihnachten nach Bratislava und genauso wie für mich, war das letzte Weihnachten auch sein erstes, das er nicht im Kreise seiner Familie verbrachte. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich zwar nicht bereue, dennoch ist mir noch bewusster geworden, dass Weihnachten ein Familienfest ist und gerade die Vorweihnachtszeit für mich sehr bedeutungsvoll ist. Seit ich klein war, haben meine Oma und ich gewisse Traditionen, wie Kekse backen, Weihnachtslieder singen und Tee trinken immer gepflegt. Dinge, die ich im letzten Jahr einfach nicht so ersetzen konnte. Nach Weihnachten kam Fre im Hostel an, an diesem Punkt wusste sie bloß noch nicht, dass sie um einiges länger bleiben würde, als sie geplant hatte bzw nicht geplant, denn sie hatte keinen wirklichen Plan für ihr nächstes Reiseziel.

Mein Geburtstag, der am letzten Tag des Jahres statt findet, ließ nach Weihnachten auch nicht lange auf sich warten, was auch wieder eine neue Erfahrung mit sich brachte. Die meisten anderen Freiwilligen wussten Bescheid, dennoch hatte ich keine hohen Erwartungen an den Tag, der dann tausendmal besser als gedacht wurde. Am Morgen kam ich in die Rezeption, wo für mich gesungen wurde und wir anschließend Torte aßen.

Ich habe mich unglaublich gefreut, da ich damit absolut nicht rechnete. Am Nachmittag gingen wir essen, hatten später unser abendliches Familienessen, feierten im Hostel ordentlich und liefen dann los zum Schloss. Von dort wollten wir uns die Feuerwerke anschauen, doch es war unglaublich neblig, weshalb man nicht viel sehen konnte. Nach Mitternacht gingen wir wieder von Bar zu Bar und feierten bis in die Morgenstunden.

Der Anfang des neuen Jahres fing wirklich nicht schlecht an, dachte ich. Wenige Tage nach Neujahr wurde mein Handy geklaut, was mich traurig machte, da ich es absolut nicht erwartet hätte, doch wie soll man so etwas schon vorhersagen? Es war kein Weltuntergang, ist es auch jetzt nicht, doch es ist absolut nichts Angenehmes. Meine letzten Tage in Bratislava habe ich ohne Weiteres sehr genossen und noch jetzt denke ich gerne an die Zeit, die ich dort verbracht habe, zurück.

Wo ich jetzt bin und wie es weitergeht, erfährst du in wenigen Tagen wieder hier. 😉

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