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4 Dinge, die ich aufgeben möchte

Bald beginnt meine Reise, was bedeutet, dass ich mich von meinem gewohnten Umfeld entferne, Städte und Länder entdecke, die ich bisher noch nicht besucht habe, auf neue Personen treffe und das eine oder andere Mal aus meiner Komfortzone treten muss.  Genau davor möchte ich mich nicht fürchten, denn ich werde sicherlich neben einigen schlechten ganz besonders viele schöne Erfahrungen im Ausland sammeln.

Angst vor Veränderungen haben
Momentan befindet sich zwischen mir und meiner Reise noch ein gewisser Abstand, weshalb ich vielleicht auch noch gar nicht richtig realisiert habe, dass es bald wirklich losgeht. Nicht nur mein Umfeld wird sich verändern, sondern auch mit mir wird viel passieren, da ich das erste Mal in meinem Leben über einen längeren Zeitraum allein unterwegs bin. Ich möchte keine Angst vor den Veränderungen haben, denn Angst kann einem manchmal besondere Gelegenheiten etwas vermiesen, sie schränkt ein. Vor einer Reise, die so lange andauert, frage ich mich, ob alles so sein wird, wie vorher, wenn ich zu meiner Familie und meinen Freunden fahre. In der Zeit, in der ich weg bin, wird auch in deren Leben eine Menge passieren, schließlich bleibt die Zeit nicht einfach stehen.

zu viel nachdenken
Leider neige ich oft dazu Situationen komplett auseinander zu nehmen und über jedes kleinste Detail nachzudenken. Entscheidungen fallen mir so gut wie immer schwer, weil ich zu viel darüber nachdenke, dabei sollte ich viel öfter einfach mal auf mein Gefühl hören und die Entscheidung dann treffen. Es gibt manchmal Tage an denen ich über alles mögliche nachdenke, tagsüber, aber auch nachts. Das führt dazu, dass ich schlecht träume, tagsüber abwesend bin und die Erlebnisse einfach an mir vorbeirauschen. Ich merke einfach immer wieder, wie schlimm es ist, mir über alles den Kopf zerbrechen und diese Gedanken mit niemandem zu teilen, denn das hilft definitiv. Aufhören nachzudenken wird sich sehr schwierig gestalten, doch mit Vertrauten über das, was mich bedrückt, zu sprechen ist leicht. Immerhin haben wir heutzutage viele Möglichkeiten trotz großer Distanz zu kommunizieren.

In der Vergangenheit leben
Vergangenes ist geschehen und kann man in der Gegenwart leider nur ganz selten ändern. Gerade bei Konflikten mit Freunden oder Familie muss man in der Gegenwart und Zukunft reflektieren ob man die Vergangenheit gewissermaßen hinter sich lassen kann. Mir fällt das zum Teil ziemlich schwer, da mich Geschehnisse teilweise noch Ewigkeiten verfolgen und auch die damit verbundenen Gefühle. Wut, Trauer, Enttäuschung. Vor meiner Reise gibt es noch ein paar Konflikte zu lösen, weil es nicht richtig wäre diese einfach unberührt zu lassen. Auch Verluste der letzten Jahre habe ich noch nicht vollständig verarbeitet, weshalb es an der Zeit wäre die Vergangenheit hinter mir zu lassen und nach vorne zu schauen. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass es nichts schlimmeres gibt, als die Dinge tot zu schweigen, zumindest gilt das für mich. Irgendwann holen mich all die Probleme ein und es fühlt sich dann so an, als würden sie mich erschlagen. Ich möchte nicht jedes Mal mit den Tränen kämpfen müssen, wenn ich an einige Verluste denke, sondern mich an die schönen Momente mit diesen Menschen erinnern und vor allem nicht die Gegenwart versäumen.

Zu sehr nach der Zukunft streben
Vor allem vor dem Abiball habe ich gemerkt, wie sehr ich mich darauf gefreut habe und die letzten Tage vor dem großen Tag nur so an mir vorbeigezogen sind. Man kann sich durchaus auf solche Tage freuen, vor allem wenn sie für die Zukunft ein wahnsinnig wichtiger Schritt sind, trotzdem sollte man auch nicht vergessen die Gegenwart zu genießen und diese Momente einfangen. Die letzten zwei Punkte könnte ich ganz einfach damit zusammenfassen, dass ich mehr im Jetzt leben möchte. Gerade auf meiner Reise muss ich mir die Zukunft offen halten, da ich keinen konkreten Reiseplan erstellt habe und noch nicht weiß, wohin mich meine Reise noch so führen wird. Im Jetzt zu leben kann gerade in Zeiten wie diesen eine Herausforderung sein, da ich mich auf mein Auslandsjahr vorbereiten muss, absichern muss, dass ich nicht auf der Strasse lande und auf meiner Reise wiederum darf ich nicht versäumen, mich rechtzeitig fürs Studium zu bewerben.

Fragen, wie: ,,Was machst du nach dem Abi/Studium?“ werden häufig gefragt und auf alles muss man eine möglichst intelligente Antwort haben, denn wir müssen das Beste aus unserem Leben herausholen und am besten sehr erfolgreich werden. An manchen Stellen kann man einfach nur versuchen sich nicht zu sehr auf das Vergangene oder die Zukunft zu konzentrieren, sondern auch die Gegenwart einfach mal wirken lassen. All diese Gewohnheiten, die mich manchmal etwas behindern meine Umgebung komplett wahrzunehmen und die Geschehnisse zu genießen, werde ich nicht von heute auf morgen einstellen können, dennoch kann ich mir an einigen Personen ein Beispiel nehmen und meinen Lebensstil umwandeln.

Kleines Reiseupdate: Momentan bin ich in Sizilien zusammen mit meiner Familie. Das hier ist ein Ort voller wertvoller Erinnerungen für mich, ein Ort, der schon etwas Magisches an sich trägt. In etwas mehr als einer Woche geht es zurück nach Berlin, dann kommt definitiv ein Beitrag über meinen Aufenthalt in Italien, der dieses Mal länger als jemals zuvor war.

 

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