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Willkommen im Hotel Valentino

Womit fange ich am besten an? Die letzten fünf Tage waren wohl eine der schönsten meines Lebens.
Meine Oma und ich sind nach Rom gereist, womit wir uns einen langjährigen Traum erfüllt haben. Die Idee der Reise nach Rom kam vor etwa zehn Jahren auf, da wir beide noch nicht dort waren, obwohl ich schon sehr viele Städte Italiens gesehen habe.

Unsere Reise begann schon abenteuerlich, als wir realierten, dass wir die S-Bahn um 00.48 Uhr nehmen müssten, da die erste um kurz nach vier Uhr fahren würde. Dies hätte bedeutet, dass wir unser Flugzeug um kurz nach sechs Uhr möglicherweise verpasst hätten. Also machten wir uns auf den Weg, ohne Schlaf und viel zu früh. Vier Stunden bevor unser Flug ging, waren wir bereits am Flughafen und versuchten die Zeit irgendwie totzuschlagen.

Angekommen in Rom war unsere Müdigkeit auch schon mehr oder weniger vergessen. Wir stellten unser Gepäck in der Unterkunft ab und liefen los.

Auch wenn wir eigentlich nicht gleich zum Colosseum wollten, führten uns unsere Füße und eine Touristin, die wir auf dem Weg kennengelernt haben, ausgerechnet dorthin.
Wir genossen den Anblick sehr und liefen noch etwas in der Umgebung herum. Nach einiger Zeit machte sich unsere Schlaflosigkeit dann doch bemerkbar und wir gingen zurück zu unserer Unterkunft, wo wir uns für einige Stunden ausruhten.

Nein, ich habe nicht vor, jede Sehenswürdigkeit aufzuzählen, an der wir vorbeigelaufen sind. Das eigentlich wirklich Interessante kommt noch, denn das war erst der Anfang unseres wundervollen Aufenthaltes in Rom.

Am Abend unseres Unkunftstages beschlossen Oma und ich, wir könnten das Restaurant ausprobieren, welches praktisch direkt vor unserer Haustür lag und dem Inhaber der Unterkunft gehörte. Ich konnte meine Italienischkenntnisse nutzen, wodurch ich mit einigen Gästen, aber auch Angestellten des Restaurants ins Gespräch gekommen bin. Meine Oma hat sich trotz der Sprachbarrieren auch ein wenig verständigen können, diese ist eine der Eigenschaften, die ich sehr an ihr schätze.

Nach einiger Zeit kam Valentino, der Inhaber des Restaurants und der Unterkunft, an unseren Tisch. Er spielte Gitarre und sang einige italienische Lieder. Das eine oder andere Lied kannte ich auch und stimmte mit ein. Schließlich fragte er mich, welches Lied ich noch singen könnte. Ich überlegte kurz und schlug vor mich selbst auf Gitarre zu begleiten. Damit fing unser abendliches Ritual an, dass wir abwechselnd, aber auch gemeinsam, für Musik sorgten.

Die Musik sorgte für eine angenehm familiäre Atmosphäre, die meine Oma und mich Abend für Abend wieder in das Restaurant führte. Valentino und ich wurden innerhalb weniger Tage zu einem eingespielten Team. Lieder, die wir in diesen Tagen zusammen performten, werden mich und meine Oma wohl auf ewig an unsere wundervolle Zeit in Rom erinnern.

Die Musik spielt schon seit sehr vielen Jahren eine große Rolle in meinem Leben, da sie mir immer gute Laune bereitet und vor Publikum zu singen, stellt für mich meistens kein Problem dar. Gerade in den letzten Tagen war das sehr wichtig, denn nicht wenige Personen haben uns zugehört. Wenn Valentino anfing auf der Gitarre zu spielen, fingen die meisten Gäste schon an zu schmunzeln.

Das ist es, was mich begeistert: Musik macht glücklich und bringt Menschen zusammen.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass es mir nicht leicht fällt den Beitrag zu beenden, da es eine Menge an positiven Erlebnissen der letzten Tage gibt, welche ich noch nicht in Worte gefasst habe. Einiges kann ich auch gar nicht so formulieren, dass man alles nachvollziehen kann.

Mit Sicherheit kann ich dennoch sagen: Wir kommen wieder!

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