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Einmal um die Welt, bitte!

Die letzten Wochen waren sehr aufregend für mich, da ich eine Menge unterwegs war. Kaum waren alle Prüfungen bestanden, hatte ich vieles zu planen, da ich im Oktober mein Auslandsjahr anfangen werde. Zuvor habe ich das ziemlich vor mir hergeschoben, was mehrere Gründe hatte.

  1. Die Angst, die Prüfungen nicht zu bestehen, welche sich jedoch in Grenzen hielt, da ich immer eine gute Schülerin war.
  2. Die mangelnde Zeit und Kraft, sowie der Stress, welcher sich zum Teil nur unterbewusst bemerkbar machte.
  3. Die richtige Idee, denn nach England wird es für mich nicht mehr gehen. Dazu jedoch erst in einigen Wochen mehr!

All das habe ich jetzt überstanden und plane fleißig meine Zukunft, während ich ein wenig innerhalb Europas reise. Nun ist die Romreise mit meiner Oma schon wieder fast zwei Wochen her, falls du meinen Beitrag dazu noch nicht gelesen hast, findest du ihn Hier.

Letzte Woche bin ich zum zweiten Mal nach Paris gereist, was, wie auch erwartet, eine wunderschöne Erfahrung war. Mein Vater, seine Frau, mein kleiner Bruder und ich waren zusammen dort. Der Grund: Das WordCamp Europe.

In den vergangenen 1,5 Jahren habe ich acht WordCamps besucht, die mich jedes Mal aufs neue sehr fasziniert haben. Die Community ist sehr vielseitig und aufgeschlossen, weshalb jeder, der irgendetwas mit WordPress am Hut hat, einen Platz findet. Anfangs dachte ich, dass ich dort fehl am Platz sei, doch dieses Gefühl hielt nicht lange an.

Einige der Kontakte, die ich vor über einem Jahr geschlossen habe, halten noch immer an, wodurch ich immer wieder und wieder neue Leute dazu kennenlerne. Das Kennenlernen von Menschen inspiriert mich jedes Mal unheimlich, weshalb ich die letzten Tage, trotz Müdigkeit, sehr kreativ war und das hoffentlich noch eine Weile anhält.

Dieses WordCamp Europe fand in Paris statt.

Paris, eine Stadt, die ich nicht zum ersten Mal besuchte, doch dieses Mal mit komplett anderen Augen wahrgenommen habe. Seit ich aus der Schule raus bin, versuche ich meine Umgebung noch intensiver wahrzunehmen und auch die Eindrücke, die ich gewinnen kann. Ich brauche mich nun nicht mehr um die Schule zu kümmern, sondern bin so frei, wie nie zuvor.

Mein momentaner Zustand, welcher mit Sicherheit noch eine ganze Weile anhalten wird, bringt sehr viel Selbstreflexion mit sich, wodurch ich vieles in Frage stelle, vorallem mich selbst. Wer bin ich? Was kann ich in Zukunft erreichen? Das sind Fragen, die mich des öfteren durch den Tag (oder auch durch die Nacht) begleiten. Teilweise haben sich schon einige neue Interessen offenbart, denen ich in naher Zukunft nachgehen werde. Genaueres irgendwann in den nächsten Monaten, da ich jetzt noch nichts konkretes sagen kann.

Raus aus meiner Komfortzone!
Mir ist zur Zeit dennoch ziemlich bewusst, dass ich einfach mal etwas komplett Neues erleben möchte und mir so gesehen nichts im Wege steht, dies auch umzusetzen. Zwölf Jahre bin ich zur Schule gegangen und habe in der Gewohnheit gelebt, auch wenn ich wahrscheinlich schon immer ein recht abwechslungsreiches Leben hatte. Der Fakt, dass ich nie aus Europa herausgekommen bin, hat mich in den letzten Monaten etwas beschäftigt. Auf meinen Reisen außerhalb Deutschlands merke ich schon immer, dass mir die Abwechslung gut tut und ich meinen Platz möglicherweise auch nach meinem Auslandsjahr nicht in Deutschland finden werde.

Allein schon in der Mentalität der Italiener finde ich mich eher wieder, doch wer weiß, wo es mich im Endeffekt hintreiben wird? Dieses Gefühl der Ungewissheit löst bei mir gerade sehr viel aus, nicht nur negatives. Immerhin habe ich die Möglichkeit mich neu zu erfinden beziehungsweise bestimmte Charakterzüge stärker auszuprägen. In den letzten Monaten war ich schon um einiges produktiver, als ich es in der Schulzeit jemals sein konnte.

Das bisschen Freiheit, das ich in den vergangenen Monaten bereits erfahren konnte, fühlte sich verdammt gut an. Zwar bin ich unglaublich gespannt auf das, was die Zukunft bringt, doch ich versuche mehr und mehr auch das Jetzt zu genießen. Dafür erinnere ich mich manchmal daran, einfach mal mein Smartphone wegzulegen, wenn doch alle Personen, die ich in dem Moment da haben möchte, anwesend sind.

Machst du das auch? Nein? Ja? Wie genießt du einfach mal den Moment?
Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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