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Neuer Tag, neue Möglichkeiten

Am vergangenen Wochenende fand das WordCamp in Berlin statt und ich war als Volunteer (freiwillige Helferin) mit dabei. Auch wenn dir das Wort ,,WordCamp“ nichts sagt, solltest du diesen Beitrag nicht einfach ignorieren, denn ich werde etwas ansprechen, wofür es nicht wichtig ist dies zu wissen. WordCamps sind Konferenzen, welche von der lokalen WordPress Community in der entsprechenden Stadt organisiert werden und dann meistens etwa zwei Tage andauern. In diesen zwei Tagen beinhaltet ein ganzer Tag viele Vorträge zu den verschiedensten Themen, die nicht nur technisch sind. Einige haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und auch die darauf folgenden Gespräche, gerade am Abend bei der „Afterparty“.

Egal, welches Geschlecht du hast, du kannst alles erreichen, was du willst oder sein, wie du willst. Auch als Frau kannst du programmieren, wenn du möchtest, kannst du das durchaus tun und wenn es dich nicht interessiert, ist das auch nicht schlimm. Nur weil du ein Mann bist, bedeutet das nicht automatisch, dass du ein Mathegenie sein musst. Ich spreche hier von Klischees, die noch in den Köpfen vieler Menschen existieren. Leider muss man dazu sagen, dass der Sexismus oft auch vom eigenen Geschlecht ausgeht. ,,Ich bin kein Mathegenie, weil ich eine Frau bin!“ ist ein Satz, den ich bereits gehört habe, doch selbst würde ich das niemals auf diese Weise begründen. Meine Matheunfähigkeit ist auch einfach nicht mit meiner Weiblichkeit zu begründen, sondern viel mehr mit Desinteresse und fehlendem Verständnis. Mittlerweile habe ich damit auch kein Problem mehr, denn ich werde nur noch selten mit den mir unverständlichen Bereichen der Mathematik in Berührung kommen. Umso mehr bewundere ich Menschen, die das Verständnis haben, doch mir ist klar, dass auch ich meine Talente habe, nur einfach in anderen Bereichen. Auch diese habe ich nicht, weil ich weiblich bin, sondern weil ich ich bin.

Egal, welches Alter du hast, es bestimmt nicht den Grad inwieweit du von anderen ernst genommen wirst.
Mein erstes WordCamp habe ich 2015 besucht, also war ich 16 Jahre alt. Dennoch habe ich mich immer ziemlich willkommen gefühlt und Personen gefunden, die sich ziemlich gut mit mir unterhalten haben. Man sieht es mir an, dass ich noch sehr jung bin und sicherlich kann man im Gespräch mit mir auch erfassen, dass ich noch nicht so viele Erfahrungen, wie vielleicht andere, gesammelt habe. Trotzdem habe ich das Gefühl auf solchen Events ernst genommen zu werden, da ich trotz meines Alters, doch schon einiges erlebt habe und etwas zu erzählen habe. Dazu kann man sagen, dass ich auch sehr gerne erzähle. Erzählen ist die eine Sache, dass mir zugehört wird, die andere.

Egal, wieviel oder wie wenig Erfahrung du mit WordPress hast, du kannst etwas contributen.
WordCamps sind nur etwas für Nerds und Profis, was WordPress angeht?Auf keinen Fall, denn jeder kann etwas zu der Community beitragen und das finde ich so schön. Am Anfang dachte ich immer, dass ich nichts wirklich machen kann, doch schon bei meinem zweiten WordCamp in Turin 2016 wurde ich vom Gegenteil überzeugt und darin im Laufe der Zeit immer mehr bestärkt. Immerhin habe ich das Glück vier Sprachen zu sprechen, wodurch mir einige Türen offenstehen, auch in der WordPress Community. Hast du ein Problem mit WordPress? Sprich es an und dir wird sicherlich geholfen.

Ich habe bereits angesprochen, dass ich 2015 bei meinem ersten WordCamp war. Seitdem bemerke ich an mir selbst, wieviel leichter mir der Kontakt zu anderen Menschen auf solchen Events fällt. Mittlerweile unterhalte ich mich sehr viel mit den Teilnehmern und es ist kostet mich nicht mehr so viel Überwindung auf Unbekannte zu zugehen. Zumal es auch wichtig ist, sich über Erfahrungen auszutauschen und was den Umgang mit anderen Menschen angeht, reflektiere ich sehr sehr viel. Weshalb Diskussionen über Themen wie Sexismus, durchaus etwas sind, wo auch ich etwas beitragen kann.
Wie bereits geschrieben: Alter, Geschlecht, Profession und alles weitere, das nicht sehr viel über deinen Charakter aussagt, sind nicht wichtig in der Community. Solange du ein toleranter Mensch bist, spielt alles weitere keine Rolle.

Ganz wichtig: Diesem Beitrag möchte ich noch hinzufügen, dass einige Gespräche der vergangenen Tage meine Zukunftspläne sehr verändert haben. Sie haben mich dazu motiviert meine „Comfort Zone“ in der nahen Zukunft zu verlassen und mal etwas mehr zu riskieren.

(Bildquelle: Speech von Carole Olinger)

Wenn nicht jetzt, wann dann?

FORTSETZUNG FOLGT.

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