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Sprache verbindet!

Nun bin ich mit der Schule fertig und ich bin mehr, als erleichtert. Dennoch konnte man einige Vorteile aus der Schule ziehen, die vielleicht erst später offensichtlich werden.
Nicht jeder ist sprachbegeistert, dennoch musste man der Pflicht nachgehen mindestens eine Fremdsprache zu erlernen. Natürlich gibt es einige Schüler, die das eher als lästig empfunden haben. Ich habe zwölf Jahre lang Englischunterricht gehabt, wobei ich immer wieder verschiedene Lehrer hatte, die selbst ganz unterschiedliche Niveaus und Anforderungen hatten. Keineswegs würde ich mein Englischniveau, als außergewöhnlich hoch einstufen, wobei es für Gespräche ausreicht, die über den einfachen Smalltalk hinausgehen.

Nicht in jeder Unterrichtsstunde hat man etwas Neues gelernt, dennoch waren die Stunden kostenlos und eine gewisse Regelmäßigkeit herrschte, wenn auch der Unterricht gelegentlich ausgefallen ist.

Dagegen habe ich Französisch für fünf Jahre gelernt und hatte immer den gleichen Lehrer, der innerhalb der Jahre mit den Schülern mitgewachsen ist. Er hatte immer sehr hohe Anforderungen, was nicht bedeutet, dass der Unterricht trotzdem angenehm gestaltet sein konnte. Meiner Meinung nach hat es schon etwas ausgemacht, dass der Lehrer nicht gewechselt wurde. Dadurch kannte er seine Schüler und deren Fähigkeiten, was für den oder anderen möglicherweise doch ein Nachteil war, da der Lehrer schon mit einer bestimmten Erwartungshaltung an die Schüler heranging.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist der Aspekt, dass ich in all den Jahren wöchentlich einige Stunden des Fremdsprachenunterrichts genossen habe. Nicht in jeder Unterrichtsstunde hat man etwas Neues gelernt, dennoch waren die Stunden kostenlos und eine gewisse Regelmäßigkeit herrschte, wenn auch der Unterricht gelegentlich ausgefallen ist.
Seitdem ich nicht mehr zur Schule gehe, habe ich die Befürchtung, dass ich schon bald einiges an meinen Französischkenntnissen verlieren werde. Englisch benutzt man schon recht häufig im Alltag, allein schon auf sozialen Netzwerken, aber Französisch?

Zum Glück habe ich einige Freundschaften geschlossen, die es mir ermöglichen auf Französisch oder auch auf Deutsch zu kommunizieren. Wie ich diese kennengelernt habe? In diesem Beitrag habe ich bereits über Tandempartnerschaften geschrieben und erzählt, wie man diese ganz einfach finden kann.

Gesucht? Gefunden.
Ein „Problem“ dieser interkulturellen Freundschaften ist meist die Ungewissheit, ob und wann man sich wieder sieht, da viele auch nur für einen kurzen Zeitraum z.B. in Berlin bleiben. Für ausländische Studenten sind Tandempartnerschaften sehr hilfreich, um mehr über die neue Umgebung zu erfahren und die Sprache richtig zu lernen. Hiermit ist gemeint, dass man in der Schule die Sprache nicht auf eine Weise lernt, wie sie dann auch tatsächlich im Alltag gebraucht wird. Umgangssprache wird oft nur kurz angeschnitten, doch gerade diese ist in den jüngeren Generationen sehr wichtig.

Mit dem Tandempartner muss man sich nicht zwingend in einen geschlossenen Raum vor Büchern setzen und stupide Grammatikregeln lernen. Stattdessen kann man bei schönem Wetter Zeit im Park verbringen, zusammen durch die Gegend laufen, Ausstellungen besuchen oder anders Zeit verbringen während auf den verschiedenen Sprachen gesprochen wird. Der „Lernaspekt“ tritt somit in den Hintergrund und gemeinsame Erlebnisse schaffen Erinnerungen, die man miteinander teilt.

Kulturelle Unterschiede können verbinden oder auch eine Distanz schaffen, das ist von Person zu Person anders.

Das eine oder andere Mal können solche Tandempartnerschaften auch auseinander gehen, wie es auch mit anderen Freundschaften ist. Kulturelle Unterschiede können verbinden oder auch eine Distanz schaffen, das ist von Person zu Person anders. Interessen sind weitere Faktoren, die ausschlaggebend sein können, da man sich auch über irgendetwas unterhalten sollte. Mir ist es schon einige Male passiert, dass einfach keine Sympathie herrschte und das Gespräch gar nicht erst ins Laufen kam.

Sprache jeglicher Form verbindet, da sie uns erst das Kommunizieren ermöglicht und wenn es um eine Tandempartnerschaft geht, sieht man, dass Sprache auch Freundschaften schließen kann.

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