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Ich bin ich

,,Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern.“- Tim Bendzko

Ganz sicher habe ich keinen leichten Charakter, denn meine Gefühle haben mich völlig unter Kontrolle. An der Art, wie ich jeden Tag nach Hause komme, die Tür zumache und mehr oder weniger laut ,,Hallo“ rufe, kann man schon erkennen, wie meine Stimmung ist. Eigentlich bin ich ein recht fröhlicher Mensch, doch in letzter Zeit eher seltener. Das liegt vor allem an der Schule und den ganzen Umstellungen. Nun bin ich in der 12. Klasse angekommen und schon in ein paar Monaten beginnen die Abiturprüfungen. Die letzten zwei Schuljahre waren nicht leicht, neue Kurse, viel mehr Stress und andere Menschen mit denen man zuvor noch nicht viel zu tun hatte. Dadurch hat sich auch um mich herum sehr viel verändert, mein Freundeskreis. Neue Freunde, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Doch mit diesen ganzen Umstellungen mache ich mir über vieles auch mehr Gedanken. Wenn man überlegt, wie vergänglich alles um einen herum erscheint, wenn man noch jung ist. Wird sich das denn eigentlich jemals ändern? 

Vor ein paar Monaten noch hatte ich Menschen um mich herum, die mir wichtig waren und wenn ich daran denken musste, dass es irgendwann einmal nicht mehr so sein würde, wie in diesem Moment, konnte ich nur schwer meine Tränen unterdrücken. Solche Momente haben sich manchmal unendlich angefühlt und für mich war es undenkbar einmal nicht mehr diese Leute um mich herum zu haben. Nun schaue ich zurück, erinnere mich gerne an solche Momente und muss beim Betrachten der Bilder grinsen. Doch diese ehemaligen Freunde sind mir nicht mehr so wichtig, wie sie es einmal waren. Das Leben geht weiter! Mit oder ohne diese Menschen. Dafür wurden deren Plätze in meinem Leben von anderen eingenommen, die vielleicht auch nicht für immer bleiben, aber zumindest für den Moment da sind. Darum geht es doch oder? Freunde zu haben die dir zumindest für einen gewissen Zeitraum ein gutes Gefühl geben, auch wenn ihr beide schon wisst, ihr werdet nicht ewig eine so große Rolle im Leben des anderen spielen. 

Oft musste ich in meinem Leben schon realisieren, dass ich Menschen nicht so wichtig bin, wie sie mir. Trotzdem war ich bisher immer stark genug, um diesen Menschen den Rücken zu zu wenden, weil sie es nicht wert waren. Schließlich bringt es doch nichts alles und noch mehr zu geben, wenn man davon nichts zurückbekommt oder sogar noch übergangen wird. Es gibt genug Personen, denen ich wichtig bin und auf die immer Verlass ist. Irgendwo bleibt in unserer aller Leben eine angenehme Beständigkeit kombiniert mit Vergänglichkeit von allem, was um uns herum passiert. Eine Kombination, die das Leben aufregend machen. Manchmal negativ, doch in gewisser Weise auch positiv. Hinsichtlich des Todes oder anderer unangenehmer Geschehnisse, wie Trennungen oder auch Freundschaften, die enden, kann man schon ziemlich erschüttert werden. Doch wo altes aufhört, bleibt Platz für Neues. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, die unersetzbar sind. Personen im Leben, Freunde, die immer beständig bleiben. Prinzipiell Menschen, die man nie missen möchte und die einen hoffentlich noch in viele weitere neue Jahre begleiten werden.

Das neue Jahr, 2017, ist jetzt auch wieder einige Tage alt und wahrscheinlich hat sich jeder auch ein paar gute Vorsätze (, die dieses Jahr auf jeden Fall umgesetzt werden) überlegt. Ich habe mir erst einmal mein Abitur als ganz großes Ziel gesetzt, öfter bloggen, da ich im letzten Jahr nur wenig Zeit dafür gefunden habe und alles weitere werde ich auf mich zukommen lassen.

Welche guten Vorsätze hast du dir für dieses Jahr gesetzt? Hast du letztes Jahr wenigstens einen umgesetzt? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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